Am Ende war es eine klare Sache. Im Rennen 26, dem B-Finale des großen Drachenboot-Festivals auf dem Fühlinger See, setzte sich das Team der Fidelen Kaufleute klar gegen die Fidelen Wickies und die beiden Adesso-Boote durch. Platz 1 in 1,08,69 – das war zugleich die Tagesbestzeit für die Eulen! Der verdiente Lohn für die 18 Fidelen Paddler und ihre Schlagfrau Jenny Arnold an der Trommel.
Das Drachenboot-Rennen der Kölner Karnevalsvereine ist mittlerweile ein Termin, der zum Jahreskalender gehört wie der 11.11. die PriPro und der Rosenmontag. Das Team der Fidelen Kaufleute ist bei dem Wettbewerb mittlerweile eine etablierte Kraft. Auch beim Bootsrennen kommt es auf den Teamgeist an. Kein Wunder, dass es auch beim Paddeln regelmäßig gelingt, mit den Traditionsvereinen mitzuhalten – und ihnen bisweilen auch den Schneid abzukaufen.
Die Leistung des Drachenboot-Teams ist umso höher einzuschätzen, weil es am vom Veranstalter angebotenen Training im Vorfeld nicht teilnehmen konnte und die Rollen erst kurz vor dem ersten Rennen eingeteilt wurden. Die Organisation lag bei Senatspräsident Horst Peters in guten Händen. Horst und Monika hatten auch die neuen Pavillons besorgt, die auf der Wiese am Fühlinger See erstmals zum Einsatz kamen. Die beiden waren morgens auch die ersten, die das Lager der Fidelen aufgebaut hatten. Vielen Dank dafür. Dieser besondere Einsatz hat das Renn-Event überhaupt erst möglich gemacht.
Neben den Paddlern waren natürlich wieder viele Fans dabei, die das Team am Ufer lautstark unterstützt haben. Die Fidelen sind ein Familienverein, in dem die Gemeinschaft auch beim Drachenbootrennen gelebt wird. Großartig, dass auch unsere beiden Ehrenpräsidenten Hans-Dieter Schmallenbach und Hansjörg Müller den Paddlern ihre Aufwartung machten. Den Pokal für den Sieg im B-Finale nahmen Horst Peters und FK-Chef Gerlach Schreiber entgegen, der selbst mitgepaddelt war.
Wenn der Präsident des Festkomitee Kölner Karneval zu vorgerückter Stunde mit einem Orden in der Tasche bei der Jahreshauptversammlung eines Familienvereins erscheint, dann ist das eine ganz besondere Ehre. Am Mittwochabend, bei der Hauptversammlung der Fidelen Kaufleute, erschien Christoph Kuckelkorn im Gewölbekeller der Gaststätte „Zum Jan“, wo die Versammlung der jecken Eulen gerade zu Ende gegangen war. Dem FK-Chef war es wichtig, einem großartigen Karnevalisten seine persönliche Aufwartung zu erweisen. „Es ist mir eine Ehre, Hans-Dieter Schmallenbach mit dem Verdienstorden des Festkomitees in Silber auszuzeichnen und ihm für sein herausragendes Engagement zu Danken“, sagte Kuckelkorn unter lautstarkem Beifall der Versammlungsteilnehmer. Mit diesem prominenten Besuch hatten die Mitglieder nicht gerechnet.
Zuvor hatte „Schmalli“ sichtlich bewegt seinen Rückzug vom Amt des Präsidenten angekündigt. Seit 2014 führte er die Fidelen Kaufleute, leitete unsere Große Sitzung in seiner herzlich-gütlichen Art. Schade, dass wir von seinem Talent nicht länger profitieren können, weil Hans-Dieters Gesundheit zuletzt nicht mehr mitspielte.
Nun gibt der Präsident sein Amt weiter, und auch dazu hatte FK-Chef Kuckelkorn eine Meinung. Er sei sich sicher, dass die Führung der Fidelen Kaufleute bei Ulla Baustian-Walter „in guten Händen liege“, sagte Kuckelkorn. Unsere bisherige Geschäftsführerin war in der Jahreshauptversammlung ohne Gegenstimme als neue Präsidentin gewählt worden. „Dem Festkomitee sind inzwischen über 140 Karnevalsvereine angeschlossen, aber wie in vielen gesellschaftlichen Bereichen sind auch hier Frauen in Vorständen immer noch eine Minderheit. Da haben wir also noch Luft nach oben“, erklärte der FK-Chef. „Ich habe schon oft erlebt, welche Bereicherung Frauen im Vorstand für eine Gesellschaft sein können, da sie für viele Themen eine neue Perspektive mitbringen“, fügte Kuckelkorn hinzu. „Deswegen fände ich es schön, wenn wir mehr Präsidentinnen bekommen würden, damit die bedeutende Rolle, die Frauen bei der Förderung des Brauchtums in Köln spielen, sich auch in den wichtigen Ämtern widerspiegelt.“
Kuckelkorn fühlte sich in den Reihen der Fidelen Kaufleute sichtlich wohl, stieß mit einem Kölsch auf die Zukunft unseres Vereins mit an. Es seien ja „gerade die kleinen Vereine, wie die Fidelen Kaufleute, in den das Herz des Fastelovends besonders laut“ schlage. Sie könnten nicht auf professionelle Apparate zurückgreifen, über die die großen Gesellschaften verfügten. Kuckelkorn: „Oft kommt es auf eine kleine Truppe an, die den Laden am Laufen hält. Hier hat sich Hans-Dieter Schmallenbach bei den Fidelen Kaufleuten besondere Verdienste als langjähriger Präsident erworben.“
Hans-Dieter wird uns weiterhin erhalten bleiben, er wird – neben Hansjörg Müller -der zweite Ehrenvorsitzende der Fidelen Kaufleute. Der bisherige Vorstand wurde im Amt bestätigt. Er besteht aus Gerlach Schreiber (1. Vorsitzender), Horst Peters (Senatspräsident) , Thorsten Krämer (Schatzmeister), Bertram Alda (Literat), Julian Benser (Internet), Norbert Klein (Zugwart) und Gerhard Voogt (Pressewart). Neu dabei ist Daniel Drechsler, der bislang die Fahne der Fidelen Kaufleute getragen hatte, als 2. Vorsitzender.
Natürlich wurde der gesellige Abend auch dazu genutzt, um ein Dankeschön zu sagen. So wurde Alfred Mehren dafür ausgezeichnet, mehr als 40 Jahre Mitglied bei den Fidelen Kaufleuten zu sein. Alfred gestaltete die Geschicke des Vereins über Jahrzehnte als Vorstand und im Elferrat mit. Eine herausragende Leistung!
Aber es wurden noch mehr Blumensträuße verteilt. Zum Beispiel an drei Frauen, die sich zuletzt in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht hatten. Sie gingen an Monika Brandenburg-Nappe (für die Gestaltung der schönen Urkunden), Ildiko Belludt (für die spontane Kassenprüfung) und Sabine Etzenbach (hatte 600 Tafeln Schokoladen aus dem Wurfmaterial an eine Kita und zwei Schulen übergeben).
Für ihren besonderen Einsatz bei der Erstellung des Festheftes erhielten Bert Baustian, André Kaufmann, Paul Monzel und Horst Peters ein Sonderlob.
Viel Beifall gab es auch für die professionelle Präsentation bei dem Bericht des Schatzmeisters. Thorsten ist es gelungen, den Verein erfolgreich durch das schwere Fahrwasser der Pandemie zu steuern. Dank der soliden Finanzen können die Fidelen Kaufleute weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Einige Fidele Kaufleute hatten sich entschlossen, ihre Kamelle zu spenden und es kamen so tatsächlich 600 Tafeln Schokolade und 100 Pakete Toffifee zusammen, die verteilt werden konnten. Die Schokolade wurde den Betriebskindertagesstätten Düxer LVR-Pänz auf der Deutzer Freiheit und Gießener Straße überreicht. Über die Toffifees konnten sich die LVR-Severin-Schule, Förderschwerpunkt Sehen in der Weberstraße und die LVR-Heinrich-Welsch-Schule Förderschwerpunkt Sprache Am Feldrain beide in Köln freuen. Sowohl die Leiterinnen der Kindertagesstätten Frau Federenko und Frau Lauck als auch die Rektorinnen der Schulen Frau Elsner und Frau Fischer haben sich im Namen der Kinder bei den Fidelen Kaufläuten auf das Herzlichste bedankt und alle waren sich einig: „Eine super Idee, die Kinder waren schon ganz traurig, dass Karneval ausgefallen ist und nun bekommen Sie doch noch die heißersehnten Kamelle!“. Das Erscheinen vor Ort in unseren Vereins-Federkleidern blieb natürlich nicht unbemerkt und ich wurde mit großen neugierigen Augen begrüßt und direkt ganz ungeniert gefragt, ob nun doch Karneval sei und was ich denn von der Rektorin wolle. Zum Glück waren die Kamelle „verpackungsneutral“ eingepackt, sonst wäre ich gar nicht bis zur Übergabe gekommen. Einige Kinder haben gefragt, wie man denn in einen Karnevalsverein kommt und dann so eine tolle Uniform tragen kann – hier gefiel insbesondere der „tolle Hut“. Nun die Antwort war leicht: „Kommt dann später mal zu den Fidelen Kaufläuten!“. Auch einige Lehrkräfte waren interessiert und so fand denn auch der Eulenspiegel regen Absatz. Natürlich wurde alles auch im Bild festgehalten. Bei der LVR-Heinrich-Welsch-Schule werden die Kamelle als Turnierpreise beim Völkerballturnier vergeben werden und unsere Spendenaktion wurde auf ihrer Homepage veröffentlicht.
Am 12. Februar gab es in der Samstagsausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger einen Artikel über die möglichen Förderungen im Rahmen der Corona-Pandemie, hinsichtlich der ggf. entstehenden Finanzlöcher bei einigen Karnevals-Gesellschaften. Die Fidelen Kaufleute wurden auch befragt.
Bild aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 12.02.2022
(Klick auf das Bild öffnet den Artikel)
(C) by KSTA Köln. Autoren: Peter Berger & Stefan Worring. Genehmigung durch Gerhard Voogt.
Viele haben es schon mitbekommen und unserer Gäste wurde auch bereits informiert. Nach den Gesprächen zwischen der Landesregierung NRW und dem „organisierten“ Karneval am 14.12.21 wurde auf Anraten u.a. des Festkomitee Kölner Karneval eine Absage aller Innenraum Sitzungen in der Session 21/22 empfohlen.
Da wir ein „ordentliches“ Mitglied des Festkomitees sind, sind wir dem Aufruf gefolgt und haben schweren Herzens unsere Große Sitzung am 20.02.2022 abgesagt. Es war ein schwerer Schritt für uns. Insb. sind die Folgen und ggf. zugesagten Förderungen noch unklar und keineswegs sicher. Die Fidelen Kaufleute hoffen auf Euer Verständnis zu diesem Schritt und freuen uns jetzt schon auf eine unbeschwertere Session 22/23.
Allen wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gutes erfolgreiches Jahr 2022. Und vor allem… seit achtsam und bleibt gesund.
Eure Fidelen Eulen aus Kölle
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